Ein katholisches Bürgerkomitee, das auch vom Vorsitzenden der Polnischen Bischofskonferenz unterstützt wird, hat einen Antrag gestellt, nachdem künstliche Befruchtung in Polen verboten werden soll.
Auch mehrere andere Bischöfe stellten sich auf die Seite des Komitees “Contra In Vitro”, das am Montag dem Parlament eine Unterschriftenliste übergab mit der eine Volksinitiative beantragt wurde. Dazu waren mindestens 100 000 Unterschriften nötig.
Der Gesetzesentwurf des Bürgerkomitees sieht vor, dass alle Personen die eine In-Vitro Behandlung bei einer Frau anwenden eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren erwartet. Außerdem sollen Freiheitsstrafen zwischen fünf und 25 Jahren für Experimente und den Handel mit Embryonen verhängt werden.
In Polen ist die In-Vitro-Fertilisation bisher nicht gesetzlich geregelt. Bisher konnte sich die Regierungskoalition noch auf keinen Gesetzesentwurf einigen. Die konservative-liberale Regierung überlegt zwar, die Kosten für eine Behandlung bei verheirateten Frauen durch die Krankenkasse zahlen zu lassen, doch die katholische Kirche hatte dies verurteilt. Sie lehnt die künstliche Befruchtung generell strikt ab.