Die Kostenfrage

Eine künstliche Befruchtung ist leider auch immer eine Kostenfrage. Der Bundesverband der Reproduktionsmedizinischen Zentren Deutschlands (BRZ) hat berechnet, was die unterschiedlichen Maßnahmen durchschnittlich kosten.
Einen In-Vitro-Fertilisation (IVF) kostet in der Regel um die 3000 Euro. Bei einer ICSI fallen in etwa 3600 Euro an. Für den Fall, dass eine künstliche Befruchtung während eines natürlichen Zyklus stattfindet, kostet dies für das Paar rund 200 Euro. Die Hormone, die heutzutage bei fast jeder Art der künstlichen Befruchtung zwangsläufig genommen werden müssen, kosten dazu noch einmal extra.
Einen Teil der entstandenen Kosten übernehmen die Krankenkassen. Allerdings nicht den Gesamtbetrag sondern nur an die 50 Prozent. Zudem ist genau festgelegt, in welchen Fällen die Kosten übernommen werden. Wenn die Befruchtung innerhalb eines natürlichen Zyklus stattfindet, übernimmt die Kasse einen Kostenanteil für acht Versuche. Handelt es sich um eine hormonelle Therapie, gibt es ein paar mehr Kriterien für die Kostenübernahme:

- Das Paar muss verheiratet sein
- Die Frau darf nicht jünger als 25 und nicht älter als 40 Jahre sein
- Der Mann darf nicht älter als 50 sein
- Die künstliche Befruchtung muss die einzig mögliche Therapieform sein
- Nur Samen und Eizellen der Ehepartner dürfen verwendet werden
- Keiner der Partner darf HIV positiv sein. Frauen müssen hinreichend gegen Röteln geschützt sein

Sollte es zu einer Fehlgeburt kommen, so übernimmt die Kasse auch bei einem zweiten Versuch den Kostenanteil. Insgesamt drei Versuche werden von der Krankenkasse bezahlt.

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